18.05.2013

Wohlfühlen

Eine Hose muß im besten Falle alles mitmachen. Für uns heißt das üblicherweise: eilige Toilettengänge trocken überstehen. Laufrad und Fahrrad fahren. Sich beinahe von alleine anziehen. Bequem sein, rennend, kletternd, sitzend. Deswegen sind wir unlängst wieder auf Pumphosen umgestiegen. Und weil wir so begeistert waren, haben wir die Wohlfühlhose von Madame Jordan gerne getestet und erfreuen uns inzwischen an einem schönen, absolut alltagstauglichen Hosenvorrat. Dieses (in der Weite etwas verkleinerte) Exemplar aus Papas alter Jeans landete gleich mit den Knien im Matsch und probte auch sonst erfolgreich alle erdenklichen Tobelebenslagen. Weil wir uns dieser Tage trotz Wohlfühlhose leider ziemlich unwohl fühlen, bleibt es erstmal weiterhin ruhig hier. Bleibt gesund und munter...!

Kinderhose_Madame_Jordan_cocoschock_spielpause
Schnitt, Shirt: Sveja von Frau Liebstes  

12.05.2013

Sonntagssachen

Wer mag, folgt uns durch unseren Sonntag. Von links nach rechts, von oben nach unten: 1. Den Kinderzimmerboden vom Spielzeug befreit. Und die Böden aller anderen Zimmer... 2. Hinaus ins Grüne. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau, einzig eine riesengroße Bärlauchwolke schwebt in der Luft. 3. Den Trimmdichparcours bezwungen. Ganz allein. Bravo! 4. Geflohen: vor dem Regen. 5. Hinterhergerannt: dem Fahrradmädchen. Mit Stützrädern. Trotzdem: noch einmal bravo! 6. Den Flieder gesehen (ihn in der Bärlauchwolke aber nicht riechen können) und der Versuchung widerstanden, ihn abzurupfen. Er hält sich ja doch nicht.


7. Zu Mittag gefühlte hundert Stangen Spargel geschält und bis auf ein Probierhäppchen vom Kinde alle allein gegessen. 8. Am Nachmittag ebenso viele Pfannkuchen bereitet und selber nur ein Probierhäppchen abbekommen. 9. Alle Ordnung zunichte gemacht und den Boden wieder bedeckt. 10. Verstecken gespielt. 11. Mit Trick 17 einen Kamsnap kinderfreundlich gemacht: einfach mit einem Cutter zwei Ecken aus dem hochstehenden Ring trennen. Schon geht's ganz leicht auf und zu. 12. Die Stempelvorräte wiederentdeckt... Ein schöner Mamakindtag,  mit allen Höhen (dafür reichen die 12e nicht) und Tiefen (Trotz, Halsweh und ein heute wirklich unerbittliches Kind). Intensiv, berührend und nun bin ich schon müde. Sehr müde. Gute Nacht aus Leipzig! 

Mehr 12 von 12 sammelt Frau Kännchen ein...

10.05.2013

Joghurt- und Grasflecken

Lange habe ich gewartet. Auf Grasflecken und zerschlissene Knie. Ersteres darf ich neuerdings jeden Tag bewundern. Auf Letzteres bin ich dank Nina gut vorbereitet. Hinzu kommen die täglichen Herausforderungen des Mittagsmahls in der Kita (heute: der Joghurtnachtisch) und bei schönem Wetter auch die des schnell schmelzenden nachmittäglichen Schokoladeneises. Kurz: die Waschmaschine glüht. Und kaum ist alles aufgehängt, sorgt die kleine Dame schon wieder für ordentlich Nachschub. Der eben angeschaffte Sandkasten ist sicherlich nicht ganz unschuldig an der derzeitigen Lage, aber langsam wird es mir doch ein wenig zu viel. Vielleicht werde ich eine extra Sandkastengarderobe einführen? Oder einfach nur tief durchatmen? Denn im Grunde bin ich doch auch sehr froh darüber, dass das Leben nach dem langen Winter wieder überwiegend draußen stattfindet. Und dass es wild ist, offenbar. Dass das Kinde hüpft, immer höher und weiter. Klettert, rennt, fällt und immer wieder aufsteht. Tipps, wie wir die Grasflecken zuverlässig und möglichst umweltschonend wieder loswerden, nähme ich aber trotzdem sehr dankend an... 

Shirt: recycelt. Dinoröckchen und Muthose

09.05.2013

Üben. Üben. Üben.

Üben. Üben. Noch mehr üben. Von Berufs wegen ist mir das bekannt. Und es kann großen Spaß machen, wenn man denn unterwegs genügend Früchte erntet. Wenn aber auch das vierte Halsbündchen nicht richtig sitzt und wieder getrennt werden muß, kann man schonmal den Mut verlieren. Ein jedes Exemplar ist tragbar, ohne Frage. Aber jedes hat auch kleine Macken und noch immer ist keines perfekt. Immerhin sind Saumabschlüsse mit der Zwillingsnadel nun kein Buch mit sieben Siegeln mehr. In meinem Nähleben hatte ich mich erst zwei Mal daran versucht. Mit jeweils wenig Erfolg, viel Frust und zwei gebrochenen Zwillingsnadeln. Allerdings muß ich nun die Fadenspannung so hoch drehen, dass sich der Stoff zwischen den Nähten leicht zusammenzieht. Nur dann stimmt das Zickzackstichbild auf der Rückseite der Naht. So ganz optimal finde ich das nicht, aber es ist doch ein Fortschritt im Vergleich zu allem, was vorher war. Mühe bereitet mir noch der Halsausschnitt. Trotz der Fernstudien (hier und hier) will es noch immer nicht ganz reibungslos klappen. In diesem Sinne, ich übe. Übe. Übe.   


07.05.2013

weiter wimpeln

Inzwischen ist auch der hier geplante Sammelbeutel fertig und will noch schnell mit auf ein Bild für Ninas Upcyclingsammlung. Entstanden aus einer Altkleiderbluse und den Zuschnittresten der schon genähten Wimpel. Ich hoffe, ihn während der nächsten Wochen mehrmals leeren zu müssen. Habt Dank für Euren Zuspruch, das Lob verteile ich gerne an andere, denn die Wimpelkettenidee ist nicht von mir. Nur der plötzliche Drang es groß zu machen: gemeinschaftlich, mit Herzblut, recycelnd und weltkitaverbessernd mit wehenden Fahnen, ist während des nächtlichen Nähens auf meinem Mist gewachsen. Hoffentlich ist jene Freude, etwas tun zu können und sei es erstmal noch so klein (und weit entfernt von den eigentlichen Problemen) ansteckend. Und Kräfte mobilisierend. Ich möchte daran glauben.